Während längeren Schlechtwetterperioden und der kalten Jahreszeit richten viele Halter ihren Tieren ein Terrarium, bzw. ein sogenanntes Übergangsterrarium, ein. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass die Haltung von Europäischen Landschildkröten (z.B. die Griechische Landschildkröte ) ausschließlich in einem Terrarium nicht artgerecht ist und ohne ein entsprechendes Freigehege mit Frühbeet keine Schildkröte dieser Art gehalten werden sollte. Auf unserer Seite "Arten" findest du eine Tabelle mit Arten, die für eine Haltung im Terrarium dagegen geeignet sind.
Für Schlüpflinge oder kranke Tiere Europäischer Landschildkröten ist eine vorübergehende Haltung im Terrarium möglich. Dauerhaft kommt aber nur ein geräumiges Freigehege mit Frühbeet in Frage.
Bei Landschildkröten grundsätzlich ungeeignet, da schädlich, sind Heizmatten (von unten) oder Heizsteine. Wärme darf ausschließlich von oben kommen. Andere Heizquellen als Lampen können von den Schildkröten nicht wahrgenommen werden und so große Schäden an Panzer oder inneren Organen verursachen!
Das Terrarium sollte zwei Zonen eingeteilt werden. In einen trockenen, warmen Bereich wo sich die Tiere unter dem Strahler bei einer Sonnenplatztemperatur von ca. 40 Grad erwärmen können. Die andere Zone sollte etwas feucht und deutlich kühler sein, wo sich die Schildkröten abkühlen und schlafen können. Der Unterschlupf befindet sich in der kühlen, feuchten Zone.
Das Terrarium sollte oben offen sein. Am besten bastelt man sich aus Holz und Teichfolie ein entsprechendes Terrarium. Glas ist eher weniger optimal, da Schildkröten die Abgrenzung nicht wahrnehmen.
Als Landschildkröten-Terrarium eignet sich ein großes Holzterrarium, welches oben komplett offen ist und mit vielen Versteckmöglichkeiten ausgestattet ist.
Laut Mindestanforderungen an die Haltung von Schildkröten muss das Terrarium für Schildkröten eine Länge von Panzerlänge (ausgewachsenes Tier) x 8 betragen. Als Breite die Hälfte der errechneten Länge.
Das Terrarium sollte oben offen sein. Am besten bastelt man sich aus Holz und Teichfolie ein entsprechendes Terrarium. Das Terrarium muss mit Erde und Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein. Ein Sonnenplatz mit Temperaturen von 40°C und eine entsprechende UV-Beleuchtung mit einer Bright Sun UV Desert ist ebenfalls Pflicht.
Als optimale Wärmelampe für Landschildkröten im Terrarium empfehlen wir das Komplettset der Lucky Reptile – Bright Sun UV Desert. Diese Lampe bietet der Schildkröte eine ideale Versorgung an UV und zugleich Wärme.
Dies kommmt auf die Schildkrötenart an. Am besten zu Hause im Terrarium halten lassen sich Scharnierschildkröten (Cuora-Arten) und Dosenschildkröten (Terrapene). Europäische Landschildkröten (Testudo) benötigen zwingend ein Freigehege und lassen sich im Terrarium nicht artgerecht halten.
Ja. Für die Gesundheit von Schildkröten, welche im Terrarium leben, ist eine gute UV-Beleuchtung Pflicht. Schildkröten, die im Freigehege leben und jederzeit echte Sonne genießen dürfen, benötigen keine zusätzliche UV-Beleuchtung.
Ein Terrarium für Schildkröten muss immer so groß sein, dass die Tiere darin gut herumlaufen können und ihnen verschiedene Temperatur-Bereiche zur Verfügung stehen, die sie je nach Bedarf aufsuchen können. Insbesondere müssen Höhlen oder ein anderer Unterschlupf zur Verfügung stehen, die ein wenig feucht und kühler (Zimmertemperatur) sind.
Die Mindestanforderungen an die Haltung von Schildkröten besagen, dass das Innenterrarium mindestens eine Länge von Panzerlänge (vom ausgewachsenen Tier) x 8 betragen muss. Als Breite die Hälfte der errechneten Länge.
Beispiel:
Eine Spinnenschildkröte (Pyxis arachnoides) wird nur etwa 10 cm lang, weshalb ein Terrarium von 80 x 40 cm für zwei Tiere ausreichend ist.
Für die dritte und vierte im Terrarium gepflegte Schildkröte sollte zusätzlich mindestens 10%, ab der fünften Schildkröte 20% mehr Grundfläche zur Verfügung stehen.
In der Natur kommen Sonnenstrahlen an einem hellen Sonnentag im natürlichen Lebensraum der Landschildkröten mit einer Beleuchtungsstärke von etwa 90.000 - 100.000 Lux bei den Schildkröten an.
Empfehlung 1:
Die Bright Sun UV Desert
kommt laut Messung immerhin auf etwa 60.000 Lux bei 30 cm Abstand und liegt damit deutlich vor anderen Mischlicht-UV-Strahlern und Spotstrahlern, die nur etwa 10.000 Lux
erreichen (Lux gibt die Beleuchtungsstärke an, die auf eine Fläche auftritt).
Empfehlung 2:
Lampen-Komplettset Terrarium (mit UV-Lampe). Man sollte immer darauf achten, dass man eine Lampe hat, die Licht, Wärme und UV abgibt. Mittels einer Zeitschaltuhr kann man die Steuerung der Beleuchtungszeit automatisieren.
Die Sonnenplatztemperatur sollte optimalerweise zwischen 38°C und 40°C liegen.
Grundsätzlich soll das Substrat leicht feucht zu halten sein, trittfest sein, es soll nicht schimmeln, nicht stauben, nicht unangenehm riechen und sollte keine Gefahr darstellen, wenn es versehentlich gefressen wird.
Nicht geeignet sind daher gedüngte Blumenerde, diverse Holzspänen oder ähnliche Substrate, die im Fachhandel für Reptilien angeboten werden.
Als Bodengrund für ein Schildkröten-Terrarium eignet sich Floragard Schildkrötensubstrat oder normale Gartenerde bzw. Maulwurfserde, die mit etwas Sand vermischt wird, damit sie weniger klebt. Zur Auflockerung der Erde eignet sich auch eine Beimischung von Kokosfasersubstrat oder Rindenhumus (nicht verwechseln mit Rindenmulch!).
Das Terrarium sollte zwei Zonen eingeteilt werden:
Als Versteckmöglichkeiten, die gleichzeitig auch eine Möglichkeit zum Klettern bietet, ist eine Korkröhre und eine Wurzel.
Schildkröten lieben es, wenn sie sich jederzeit in einen Unterschlupf zurückziehen können. Das bietet Sicherheit.
Eine flache Tonschale bietet sich sowohl als Trink- als auch als Badeschale an. Leicht zu reinigen sind nur glasierte Untersetzer.
Der Futterplatz sollte täglich von Futterresten befreit werden, Wasserwechsel nach Bedarf - Schildkröten mögen am liebsten etwas abgestandenes Regenwasser, wenn sie denn überhaupt mal etwas trinken.
Pflanzen in einem Terrarium sind optisch ansprechend, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen für ein besseres Klima im Terrarium.
Folgende Pflanzen bieten sich an:
Golliwoog® (Callisia repens), Aloe Vera und andere Sukkulenten, Bromelien (Neoregelia), Farne, Zimmerhibiskus (Hibiscus rosa-sinensis), Grünlilie (Chlorophytum), Zyperngras - Katzengras (Cyperus zumulla).
Im Hintergrund auf dem letzten Bild sieht man mit Sphagnum-Moos ausgestattete Korkhöhlen als Rückzugsmöglichkeit. Im Vordergrund die Futterschale mit Löwenzahnknospen - hier fehlt es den Kleinen an nichts. Der Boden besteht hauptsächlich aus Gartenerde und beleuchtet wird mit einer Bright Sun UV Desert. Immer vorhanden natürlich auch Sepiaschalen.