Europäische Landschildkröten sollte man nur in Freilandhaltung halten. Das Freigehege / Außengehege sollte an der sonnigsten Stelle im Garten errichtet werden. Morgendliche Sonne ist für die Aufwärmphase am wichtigsten.
Mein Gehege liegt an einem leichten Hang in Richtung Süden, was optimal ist, um die Sonne steiler auf das Gehege scheinen zu lassen.
Wie ein Freigehege für Landschildkröten ausgestattet sein sollte:
Im Frühbeet
Im Frühbeet eignet sich als Bodengrund am besten Floragard Schildkröten-Substrat. Man kann auch normale Gartenerde zur Auflockerung mit etwas Sand mischen oder Rindenhumus verwenden.
Im Freigehege
Plätze mit Kalksteinsplitt oder Muschelschalenschrot sollten nicht fehlen. Diese Stellen trocknen deutlich schneller ab, was im natürlichen Lebensraum der Tiere ebenfalls so ist.
Alle 1-2 Jahre streue ich Jura-Splitt oder Savannen-Splitt im Freilandgehege aus, um für einen kalkhaltigeren Boden zu sorgen.
Ein Frühbeet ist Pflicht. Als Bodengrund empfiehlt es sich, keinen “englischen Rasen” dort zu pflegen, sondern ein möglichst wild bewachsener Boden, auch mit einigen trockenen, kargen, steinigen Flächen. Schotterige Flächen erwärmen sich schneller und bieten gute Sonnenplätze. Natürlich müssen auch Schattenflächen vorhanden sein. Quer liegende Baumstämme und ein paar Felsen (Findlinge) machen das Gehege natürlich und sehr interessant für die Tiere. Eine Badeschale und eine Terrasse aus flachen Steinen vervollständigen neben vielen Futterpflanzen die Einrichtung.
Als Bepflanzung für das Gehege als Schattenspender oder Versteck eignen sich Pflanzen, die auch im natürlichen Lebensraum von Landschildkröten als Wildpflanzen vorkommen. Das sind zum Beispiel Aloe Vera, Lavendel, Thymian, Garteneibisch, Gelber Sonnenhut, Frauenmantel, Johanniskraut, Blauschwingelgras, Ysop, Rosmarin, Salbei, Weigelie, Hibiskus, Taglilien, Palmlilie (Yucca), Zistrose, Dost, Eberraute, Minze...
Insbesondere mediterrane Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei enthalten natürliche ätherische Öle, die den Schildkrötenpanzer pflegen, wenn die Schildkröten an den Pflanzen entlang streifen. Wichtig ist, dass nicht immer gleichen Pflanzen angeboten werden, sondern viel Abwechslung auf dem Speiseplan steht. Schildkröten in freier Natur laufen sehr viel herum und knabbern an verschiedensten Pflanzen.
Für Schildkröten giftige Pflanzen wie Efeu, Kirschlorbeer, Rhododendron, Azalee, Eibe, Avocado, Schwalbenwurz sind zum Teil tödlich giftig und dürfen nicht im Gehege sein. Dies sind Beispiele. Die Liste ist nicht vollständig - es gibt weitere für Schildkröten giftige Pflanzen.
Weitere gute Gehegepflanzen für Schildkröten sind:
Bei der Begrenzung für das Schildkrötengehege ist einzig und alleine wichtig, dass diese nicht von den Schildkröten überwunden, also überklettert, werden kann. Die Mindesthöhe sollte daher 25 cm betragen und die Begrenzung sollte so glatt sein, dass Landschildkröten nicht daran hochklettern können.
Darüber hinaus sollte die Umrandung eines Schildkrötengeheges nicht durchsichtig sein, damit Schildkröten diese auch als klare Begrenzung wahrnehmen und nicht ständig versuchen, diese zu überwinden.
Eine ausbruchsichere Begrenzung für eine Schildkröten-Gehege kann zum Beispiel bestehen aus:
Welche Begrenzung du für dein Schildkrötengehege verwendest, ist ganz alleine dir zu überlassen. Meine Empfehlung ist, sich für eine Lösung zu entscheiden, die nicht so schnell verrottet, da man sich hiermit doppelte Arbeit macht. Berücksichtigen sollte man, dass adulte Europäische Landschildkröten eine unglaubliche Ausdauer haben können, wenn es darum geht, ein Hindernis zu überwinden. Insbesondere die Ecken des Gehege sollten so gestaltet sein, dass Schildkröten nicht die Umzäunung überwinden können.
Das kommt auf die Schildkrötenart an. Während sich die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni) z.B. nicht unter einer Begrenzung hindurchgräbt, muss man als Halter einer Vierzehenschildkröte (Testudo horsfieldii) seine Umrandung mindestens 20 cm tief in die Erde versenken. Vierzehenschildkröten graben in der Natur meterlange Gänge und können Umrandungen, die nicht in die Erde ragen, sehr leicht untergraben und so ausbrechen.
Wie ihr seht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und es gibt unterschiedlichste Idee und Möglichkeiten, ein Freigehege für Schildkröten abzugrenzen.
Es gibt auch große komplett umgitterte Freilaufgehege, die aber am Rand mit einer undurchsichtigen Kante verblendet werden sollten, damit die Schildkröten diesen als Begrenzung erkennen. Auch ein Maschendrahtzaun ist keine geeignete Begrenzung für Schildkröten, da sie diesen immer wieder versuchen, zu überklettern. Je nach Höhe kann das auch gefährlich werden.
Bei allen Umrandungen für Schildkrötengehege gilt: Sie muss hoch genug sein, man darf sie nicht überklettern können und Lücken dürfen ebenfalls nicht vorhanden sein, wie diese Griechische Landschildkröte beweist :-)
Eine Europäische Landschildkröte hält man - abgesehen vom Winter - im Freigehege mit Frühbeet. Die Haltung in einem Terrarium ist für diese Tiere nicht artgerecht.
Der Garten für Schildkröten muss in einem Bereich so umrandet sein, dass Schildkröten diese Eingrenzung keinesfalls überwinden können. Die Umrandung muss mindestens 25 cm hoch sein. Im Freigehege muss sich ein Frühbeet befinden.
Die Griechische Landschildkröte benötigt ein fest eingerichtetes Freigehege mit Frühbeet, Deckelöffner für das Frühbeet und ein Schildkrötenhaus darin.
Ja, benötigen sie. Insbesondere in den Übergangszeiten sind unsere Tage zu kurz und die Nächte zu kalt. Dies kann mit einem guten Frühbeet wie einem Alltop-Frühbeet von Soli Animalis ausgeglichen werden.
Die Umrandung eines Freigeheges muss mindestens 25-30 cm hoch sein, damit die Landschildkröten nicht ausbrechen können. Woraus die Eingrenzung besteht, ist Geschmackssache. Ein Zaun ist nicht geeignet, da dieser überklettert werden kann.
Griechische Landschildkröten mögen warme Temperaturen von 25 - 30°C. Als Sonnenplatztemperatur ist 40°C die richtige Temperatur. Es müssen jederzeit kühlere Bereiche für die Schildkröte aufsuchbar sein.
Auch Jungtiere gehören in ein Freilandgehege. In den ersten 4-5 Jahren sollten sie ein kleines Gehege bekommen, welches mit Gitter (hier sieht man Jungtiergehege) oder ähnlichem gegen Raubvögel gesichert sind. Mit der Größe der Tiere sollte das Gehege wachsen. Ausgewachsene Tiere sollten eine Fläche von mindestens 10 qm zur Verfügung haben und für jedes weitere Tier sollten mindestens 5 qm dazukommen. Die Umrandung muss mindestens 25-30 cm hoch sein, damit die Schildkröten nicht ausbrechen können. Ich habe aus Natursteinen eine Mauer gebaut.
Dieses Freilaufgehege für Schildkröten ist 206 x 103 cm groß und kann sehr gut als Gehege für Babyschildkröten genutzt werden. Der aufklabbare Deckel des Freilaufs ermöglicht einen leichten Zugang zu den Schildkröten an jeder Stelle des Geheges.
Diese Freilaufgehege können besonders gut als Gehege für Babyschildkröten genutzt werden. Durch den Draht über dem Freilauf bieten sie Schutz vor Raubvögeln, Hunden, Waschbären, Mardern und Ratten welche kleinen Schildkröten sehr gefährlich werden können.
Gleichzeitig ist ein hochwertiges 16 mm starkes Frühbeet direkt ans Gehege angebunden, wodurch man auf eine Gesamtgröße von 309 x 103 cm kommt.