Wenn die Paarung erfolgreich verlaufen ist, produziert das Weibchen Eier, welche an einem möglichst sonnigen Standort vergraben werden. Griechische Landschildkröten benötigen nicht unbedingt einen Eiablagehügel, da sie diese gerne auch in Senken ablegen. Andere Arten sollten einen haben. Die Trächtigkeit dauert etwa 4-6 Wochen. Bei der Eiablage graben sie mit ihren Hinterbeinen eine Grube, die so tief und breit ist, dass sie mit ihren Krallen keine Erde mehr wahrnehmen.
Die Eier treten dann aus der Kloake aus und werden mithilfe der Hinterbeine aufgefangen und vorsichtig in der Grube platziert. Wenn das letzte Ei gelegt wurde, wird die Grube genau so sorgfältig mit den Hinterbeinen wieder verschlossen wie sie ausgehoben wurde. Die lockere Erde wird zwischendurch und besonders am Ende gut angedrückt und mit dem Bauchpanzer glatt gemacht. Ihr Ziel ist, dass die Stelle wieder genau so aussieht wie vorher, weshalb Halter sehr häufig Eiablagen gar nicht mitbekommen. Besonders gut als Erde für den Eiablagehügel eignet sich diese natürliche Spezial-Erde für Landschildkröten von Floragard oder Linsor Schildkrötenerde.
Die Größe der Schildkröteneier ist abhängig von der Größe und dem Alter des Tieres sowie von der Anzahl der Eier.
Nach 53-65 Tagen schlüpfen die kleinen Schildkröten mithilfe von ihrem Eizahn aus den Eiern. Der Schlupf kann von einigen Stunden bis hin zu 2 Tagen dauern.
Beim Öffnen des Geleges muss man sehr vorsichtig vorgehen und sollte die Eier an der obersten Stelle mit einem weichen Bleistift markieren, denn die Eier dürfen nun nicht gedreht werden. Der Embryo liegt auf seinem Dottersack und verändert man die Position von dem Ei, wird er von dem Eigelb erdrückt und stirbt ab.
Das Ausbrüten der Eier erfolgt in einem Inkubator bei 32-32,5°C, um möglichst weibliche Tiere nachzuzüchten. Eine Nachtabsenkung ist nicht zwingend notwendig, würde aber den natürlichen Bedingungen entsprechen.