Hinterindische Scharnierschildkröte (Cuora galbinifrons galbinifrons)

Die Hinterindische Scharnierschildkröte (Cuora galbinifrons galbinifrons) bewohnt Waldgebiete und ihre Verbreitung erstreckt sich vom südlichen China, Provinz Guanxi, der Insel Hainan, über Nord- und Zentralvietnam bis in das südliche Laos und Kambodscha.

Klima

Tropisches Regenklima ohne kühle Jahreszeit. Keine Trockenzeit. Die Haltung erweist sich als schwierig. Bis 1998 blieben Inkubationen der Eier erfolglos.

Futter

Die Hinterindische Scharnierschildkröteist ein Allesfresser. Sie fressen also sowohl tierische als auch pflanzliche Kost.

 

Tierisches:

Sie fressen tierisches wie Bachflohkrebse, Regenwürmer, Schnecken, Stinte, Forelle, Lachs, Muscheln, Garnelen, Mäuse, Ratten, Küken, Heuschrecken, und Grillen, Schaben, Mehlwürmer und Kellerasseln.

 

Pflanzliches:
Geriebene Möhre ist eine gute β-Carotin-Quelle, weshalb sie regelmäßig gefüttert werden sollte. Desweiteren fressen sie  gerne süßes Obst wie Bananen, Erdbeeren, Pfirsich. Aber auch Pilze, Kaktusfeigen, Avocado, Aprikosen oder Papaya mögen sie. Aufgrund des hohen Carotin-Gehaltes ist auch Honigmelone und Mango zu empfehlen.

 

Zusätze:

Wie für alle Schildkröten ist bei der Ernährung auch hier Kalzium wichtig für den Knochen- und Panzeraufbau. Deshalb sollte den Schildkröten immer ein Stück Sepiaschale zur Verfügung stehen. 

 

Haltung / Geschlechterverhältnis

Aufgrund ihrer Aggessivität wird Einzelhaltung empfohlen. Nur zur Paarung werden sie zusammengesetzt.

Das Terrarium

Für ein einzelnes Tier sollte die Größe mindestens 80 x 40 cm betragen. Für jedes weitere Tiere kommen 50% hinzu.
Als Substrat eignet sich ein Sand/Erde-Gemisch, das durch tägliches Überbrausen feucht gehalten wird. Auch Floragard Schildkrötensubstrat oder Rindenhumus ist geeignet. Eine Bademöglichkeit muss immer vorhanden sein, da die Tiere gerne baden. Korkrindenstücke dienen als Versteckplätze.

Temperatur

Eine UV-Wärmelampe mit einer punktuellen Temperatur von etwa 35°C erzeugt die notwendige Temperatur. Nachts fällt die Temperatur auf etwa 20°C ab.

Zucht

Die Männchen werden zur Paarung in die Terrarien der Weibchen gesetzt. Nach dem üblichen Balzverhalten der Tiere und der Paarung werden sie wieder voneinander getrennt. Etwa zwischen März und Juni werden die 1-4 Eier abgelegt.

Bei 27,5°C entwickelten sich nach 83-117 Tagen die drei Schlüpflinge. Regenwürmer, Schnecken und tote Babymäuse 3-4 mal pro Woche waren das Futter der Jungtiere. Obst wurde von den juvenilen Schildkröten nicht angenommen, wie es auch von anderen juvenilen Schildkröten, z.B Rotwangenschildkröte (Trachemys scripta elegans) bekannt ist.