Gelbkopfschildkröte (Indotestudo elongata)

Indotestudo elongata gehört zu den mittelgroßen Arten und kann eine Carapaxlänge bis etwa 33 cm erreichen. Der Carapax ist eher länglich und schmal. Die Randschilder sind bei Jungtieren hinten mehr gesägt als bei adulten Tieren. Ein längliches Nackenschild (Nuchale) ist vorhanden.

Familie

Testudinidae.

Verbreitung

Östliches Vorderindien, Hinterindien bis Malaiische Halbinsel und Sulawesi. Auf Sulawesi kommt nur die Indotestudo forstenii vor, nicht aber I. elongata.

Ernährung

Die Gelbkopfschildkröte frisst gerne Löwenzahn, Salate, Spitz- und Breitwegerich, Klee, Luzerne und diverse Wiesenkäuter. Die Fütterung der Schildkröten erfolgt einmal pro Tag, adulte Tiere legen zwei, Jungtiere einen Fastentag pro Woche ein.

Kräuterreiches Heu sollte den Schildkröten immer zur Verfügung stehen. Auch tierische Nahrung (Schnecken, Regenwürmer, Bachflohkrebse ...) sollte angeboten werden, aber kein Hunde- und Katzenfutter.

Terrarium

Sehr geräumige Terrarien, die ihrer Lebhaftigkeit gerecht werden. Ein tägliches Übersprühen des Terrariums ist zwingend notwendig. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit lässt die Aktivität der Gelbkopfschildkröten nach und teilweise können sie ihre Augen nicht mehr offenhalten.

 

Als Subtrat eignet sich Rindenhumus oder Schildkrötenerde, die leicht feucht ist.

 

Eine Bademöglichkeit muss immer vorhanden sein, da die Tiere gerne baden.

 

Die Lufttemperatur im Terrarium sollte etwa 26-32 °C betragen. Die Sonnenplatztemperatur direkt unter der Lampe sollte 35 - 40 °C betragen. Das Terrarium wird täglich einmal komplett überbraust. Im Sommer können die Tiere gut in der Freilandanlage gehalten werden. Um die Feuchtigkeit zu halten, ist der Einsatz eines Ultraschallverneblers gut geeignet, dieser kann über den Tag verteilt die benötigte Feuchtigkeit bringen. Ein Übergießen des Terrariums nur einmal pro Tag ist zu wenig.

Zucht

Die Männchen der Gelbkopfschildkröte haben einen dickeren Schwanz als die Weibchen. Paarungen finden während der ganzen Jahreszeit statt, die Hauptpaarungszeit liegt jedoch in den Monaten Oktober bis April/Mai, meistens in den Morgen- oder Abendstunden.

 

Die Gelegegröße beträgt etwa 2-5 Eier. Bei einer Inkubationstemperatur zwischen 28 und 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 80-90 % schlüpfen die Jungtiere nach 100-170 Tagen.

 

Fotos von: Gaby Eberling